Wünschmichelbachs C-Jugend wird sensationell 3. Deutscher Meister

 

TV Wünschmichelbach: Tim Pfeifer, Nico Müller, Nils Schollenberger, Jonas Schröter, Marcel Clausing,

Mehmet Akisli, Brian Crosseck, Moritz Kiefer.

Trainer: Ingo Somberg, Werner Schröter

 

 

Ein Traum wird Wirklichkeit – TVW-Nachwuchs im Freudentaumel

Wünschmichelbachs C-Jugend gewinnt bei DM die Vorrunde,

zieht direkt ins Halbfinale ein und wird sensationell 3. Deutscher Meister

 

Weinheim. Die Faustballelite der C-Jugend spielte 15/16. März ihren Deutschen Meister in der Dietrich-Bonhoeffer-Halle aus. Vor über 600 Zuschauern demonstrierten die Talente, dass hier auf breiter Basis Großes heranwächst und es dem deutschen Faustball bei diesem Nachwuchs in Zukunft sicherlich nicht bange sein muss, weiter in der Weltspitze mitzumischen. Die Fans sahen durchweg hochklassige, rassige und zumeist sehr spannende Spiele. Oft mussten die Teams in einen 3.Gewinnsatz, was den Zeitplan allein am ersten Tag um zwei Stunden durcheinander brachte. Aus Sicht von Veranstalter TV Wünschmichelbach, der für seine perfekte Organisation von allen Seiten dickes Lob bekam, war die DM ein absoluter Höhepunkt. Die Jungs von Trainer Ingo Somberg und Werner Schröter boten super Leistungen und zogen am Samstag sensationell als Vorrundensieger direkt ins Halbfinale ein. Damit hatten sie die Zielsetzung bereits übertroffen. Gegen den Nordmeister Wardenburger TV besaßen die Wünschmichelbacher dann im 3.Satz beim Stand von 10:9 sogar Matchball. Tim Pfeifer spielte einen unerreichbaren Preller, doch beim Armzug zurück berührte er die Leine. Anstatt Sieg für Wünschmichelbach hieß es 10:10 und Wardenburg hatte in der Verlängerung mit 11:13 das glücklichere Ende für sich. Mit einem 2:1 Erfolg über den Berliner TS sicherten sich die Wünschmichelbacher dann aber unter dem frenetischen Jubel der 600 Fans die Bronzemedaille. „Schade, dass es im Halbfinale nicht geklappt hat, aber die Mannschaft hat das Optimum herausgeholt. Ich bin sehr glücklich über den 3.Platz“, freute sich Trainer Ingo Somberg mit seinen Jungs und Co-Trainer Werner Schröter.

 

TV Wünschmichelbach-SG Augsburg 11:8, 11:8

Im Eröffnungsspiel gegen Südmeister SG Augsburg erwischten die Wünschmichelbacher ihren erhofften Traumstart. Von Beginn an entwickelte sich ein klasse Duell zwischen den beiden Schlagleuten, die mit vielen direkten Punkten brillierten. Tim Pfeifer agierte hoch konzentriert. Ihm unterlief im kompletten Satz beim 11:8 nur ein Eigenfehler, während sein Pendant in der Endphase zwei entscheidende Fehler beging. Stark auf TVW-Seite auch Abwehrspieler Jonas Schröter, der zwei wichtige Punkte zum 4:3 und 5:3 setzte. Über 8:5 und 10:7 brachte der TVW den Satz in trockene Tücher. In Durchgang zwei glänzte die rechte Wünschmichelbacher Abwehrseite mit Nils Schollenberger und Mehmet Akisli. Dank dem präzisen Zuspiel von Nico Müller kam Pfeifer in tolle Angriffspositionen und setzte sieben direkte Punkte. Von 4:3 zog der TVW so entscheidend auf 8:4 und 10:6 davon. „Das war super. Wir sind hochzufrieden“, war das Wünschmichelbacher Trainergespann Ingo Somberg/Werner Schröter glücklich über den Auftaktsieg. Die Erwartungshaltung an die Mannschaft war im Vorfeld doch sehr hoch.

 

TV Wünschmichelbach-TSV Bardowick 11:3, 13:11

Gegen den hoch eingeschätzten Nordzweiten TSV Bardowick, der mit einem 2:0 über Kellinghusen ins Turnier startete, wollten die Wünschmichelbacher nachlegen. Vom Anpfiff weg wartete der TVW mit einer tollen Abwehrleistung auf. Klasse, was Nils Schollenberger, Jonas Schröter und Mehmet Akisli alles rausholten. Durch die Bank agierten alle Spieler defensiv stark. Im Angriff variierte Tim Pfeifer geschickt mit kurzen Bällen und harten Schlägen. So stand es schnell 6:1 und 8:2 für die Gastgeber. Grandios, der Punkt zum 10:3. Wünschmichelbach befreite sich dabei aus ärgster Bedrängnis und konterte eiskalt. Das 11:3 war dann nur noch Formsache. Im 2.Satz spielte Bardowick taktisch. Immer wieder versuchten die Jungs aus dem Norden Wünschmichelbachs Schlagmann aus dem Spiel zu nehmen. Zudem versetzten sie der Wünschmichelbacher Abwehr durch kurze Bälle einige Nadelstiche. So hieß es schnell 0:6 für Bardowick. Erst jetzt gelang es den Gastgebern, sich besser auf die veränderte taktische Ausrichtung der Bardowicker einzustellen und bliesen zur Aufholjagd. Mit einer tollen Abwehrleistung glich der TVW zum 6:6 aus. Zuspieler Nico Müller sorgte mit zwei sensationellen Punkten für die 8:6 Führung des TVW. Beim 10:8 gab es die ersten Matchbälle, doch Bardowick konterte zum 10:11. Die Halle tobte. Ein Angabewinner und zwei kurz-cross geschlagene Bälle von Nico Müller brachten dann die Entscheidung für den TV Wünschmichelbach. „ Wir haben gewusst, dass wir solche Rückstände aufholen können“, hatte Trainer Werner Schröter jederzeit den Glauben an sein Team. Der Zwischenrundeneinzug war greifbar.

 

TV Wünschmichelbach-TV Weisel 9:11, 9:11

Gegen den Geheimfavoriten und Westmeister TV Weisel ging es bereits um den Gruppensieg und den damit verbundenen direkten Einzug ins Halbfinale. Von Beginn an entwickelte sich ein hoch interessantes Duell der beiden Hauptangreifer Tim Pfeifer (Wünschmichelbach) und Luca Weber (Weisel). Beide agierten auf einem unglaublich hohen Niveau und spielten fast fehlerfrei. Klasse vor allem die kurzen, mit viel Effet und ein bisschen Rückwärtsdrall gespielten Schläge und Angaben von Weber, mit denen er der Wünschmichelbacher Abwehr große Probleme bereitete. Diese konnte sich lange nicht darauf einstellen. Auch ein Wechsel auf der Mitteposition beim Stand von 4:4 im 1.Satz brachte keine wesentliche Besserung. Zwar gelang Pfeifer mit einem kurzen Ball die 5:4 Führung, doch es sollte die letzte der Wünschmichelbacher in diesem Satz sein. Weisel konterte durch drei direkte Punkte zum 5:7. Pfeifer hielt aber immer wieder durch starke Angaben und Schläge aus dem Spiel heraus dagegen. So glichen die Gastgeber zum 7:7 und 9:9 aus. Eine spektakuläre kurz-cross geschlagene Angabe von Weber sowie ein klasse Punkt des Weiseler Zweitschlägers ließen die Gäste mit 9:11 jubeln. Im 2.Satz spielte Weisels Luca Weber mit unglaublicher Power und ohne einen einzigen Eigenfehler bei einer 100-prozentigen Trefferquote. So gingen die Gäste nach dem 3:2 mit 3:6 in Führung. Wünschmichelbach kämpfte sich nochmals auf 6:7 heran, doch dann drehte Weber erneut auf und stellte das Resultat auf 6:10. Wünschmichelbachs Zuspieler Nico Müller stand nun in der Abwehr glänzend und war der Garant, dass die Gastgeber nochmals auf 9:10 herankamen und Hoffnung schöpfen durften. Mit einem Angabeknaller machte Weber dem Spektakel dann aber ein Ende – 9:11 für Weisel.

 

TV Wünschmichelbach-VFL Kellinghusen 11:4, 11:5

Nach der überraschenden 0:2 Niederlage des TV Weisel gegen Bardowick eröffnete sich dem TV Wünschmichelbach doch noch unverhofft die Chance auf den Gruppensieg. Das wollten sich die Jungs um das Trainergespann Ingo Somberg/Werner Schröter nicht mehr nehmen lassen. Ein 2:0 Sieg gegen den VFL Kellinghusen musste her. Allerdings begann Wünschmichelbach nervös, leistete sich auf der rechten Abwehrseite einige vermeidbare Fehler und lag schnell mit 2:4 in Rückstand. Danach steigerte sich aber Nils Schollenberger in der Defensive und im Angriff drehte nun Tim Pfeifer so richtig auf. Bei Kellinghusen häuften sich dagegen die Fehler, so dass unter dem Strich ein souveräner 11:4 Erfolg stand. Auch im 2.Satz ließen die Gastgeber nichts mehr anbrennen. Wünschmichelbach ging mit 3:1 in Führung und dominierte die Partie nach dem 4:3 durch eine geschlossene Mannschaftsleistung. Ohrenbetäubender Jubel der Fans brandete auf, als Tim Pfeifer den ersten Matchball zum 11:5 versenkte. Die Sensation war perfekt. Der TVW stand im Halbfinale.

 

Halbfinale: TV Wünschmichelbach-Wardenburger TV 11:8, 7:11, 11:13

Dort wartete mit dem Wardenburger TV der äußerst stark eingeschätzte Nordmeister. Die Wardenburger stellten das vielleicht kompakteste Team und waren sehr schwierig zu bespielen. Die Wünschmichelbacher machten dies im 1.Satz aber richtig prima und gewannen mit 11:8. Im 2.Durchgang drehten die Norddeutschen den Spieß um und glichen mit 7:11 aus. Im 3.Satz entwickelte sich eine ganz dramatische Partie. Bis zum 9:9 verlief das Spiel absolut ausgeglichen. Tim Pfeifer setzte den Punkt zum 10:9. Das bedeutete Matchball. Die Wünschmichelbacher Abwehr wehrte glänzend ab und der Ball stand hervorragend auf der Leine. Der überragende Pfeifer versuchte es mit einem Preller, den er unerreichbar für die Wardenburger Abwehr versenkte. Allerdings touchierte er beim Armzug rückwärts die Leine. Anstatt Sieg hieß es 10:10. Eine ähnliche Situation gab es nochmals beim 11:11 und dann setzte Wardenburg den Schlusspunkt zum 11:13. Schade für den TVW, aber die Jungs konnten nach dieser famosen Leistung gegen den späteren deutschen Meister trotzdem hoch erhobenen Hauptes das Feld verlassen.

 

Spiel um Platz 3: TV Wünschmichelbach-Berliner TS 9:11, 11:5, 11:8

Im kleinen Finale wollten sich die TVW-Jungs unbedingt die Bronzemedaille sichern und damit ihre tolle Leistung über die beiden Tage krönen. Nach knapp verlorenem 1.Satz (9:11) kamen sie mit großartiger Moral zurück und ließen den von Bundestrainer Roland Schubert trainierten Hauptstädtern beim 11:5 nicht den Hauch einer Chance. Im 3.Satz machten die Wünschmichelbacher mit dem 11:8 den Sack endgültig zu. Entsprechend groß war dann auch der Jubel.


 

Badische DM-Qualifikanten der weiblichen C-Jugend

TV Öschelbronn (1.West) und TV Waibstadt (2.West)

die am 17./18.3. in Kellinghusen bei der DM am Start sind.

 

TV Öschelbronn

 

TV Waibstadt

 

Gruppe A:

Ahlhorner SV (1.Nord), TSV Bardowick (3.Nord), TV Öschelbronn (1.West), VfL Kellinghusen (2.Ost), ASV Veitsbronn (2.Süd)

 

Gruppe B:

SV Thanheim (1.Nord), TV Waibstadt (2.West), TSV Schülp (1.Ost), TSV Essel (2.Nord), TSV Breitenberg (Ausrichter)