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 Erste Spiele in Cali 27.07.2012

Die Mädchen finden schnell ihren Rhythmus – bei den Jungs läuft es noch nicht rund

 

So recht wollte gestern Abend bei den mitgereisten Fans keine ausgelassene Stimmung aufkommen, denn der vergangene Tag hatte sowohl Anlass zu großer Freude als auch zu   Nachdenklichkeit gegeben. Aber der Reihe nach.

Eigentlich startete der Tag erwartungsgemäß, denn die U18M konnten Kolumbien glatt 3:0 (04:11, 04:11, 05:11) besiegen und auch bei den U18W lief es gegen Brasilien sehr rund (04:11, 05:11, 11:09, 01:11), so dass das Trainerteam auch im dritten Satz Varianten ausprobieren konnte, um ein möglichst Kräfte schonendes Spiel aufzuziehen. Leider ging dann dieser Satz auch daneben und Trainerin Dorothee Schröder musste wieder zu eingespielten Formationen zurückwechseln.

Bei brütender Hitze mussten dann die Jungs zur ersten Nagelprobe des Turniers gegen die Auswahl aus Österreich auf dem Center-Court antreten. Es entwickelte sich eine Partie die zunächst Team Austria im Vorteil sah und den Deutschen ein Spiel lieferte, gegen das der deutsche Angriff keine wirklichen Mittel fand. In den beiden folgenden Sätzen waren es vor allem die fehlerfreien Angaben von Marcel Stoklasa und der Angriff aus dem Spiel abwechselnd und variabel mit Dennis Gruber, die die Deutschen in einen Vorteil brachte. Der vierte Satz verlief dann sehr merkwürdig, denn das Team Austria hatte sich wieder gefangen und kämpfte sich in ein anscheinend schon verlorenes Spiel zurück, gewann diesen Satz enger als es das Ergebnis vermuten lässt. So musste der fünfte Satz, der bei den äußeren Umständen stark vom Willen geprägt war, entscheiden. Und dass beide Mannschaften wollten, zeigt das Endergebnis. Eine umstrittene Abwehraktion beim Spielstand von 10:11 brachte den Siegball für Österreich zum 10:12. Endstand 3:2 (11:09, 06:11, 04:11, 11:07, 12:10) Vor allem der gekippte vierte Satz war wohl ausschlaggebend für den Verlauf des nächsten Spiels gegen Brasilien.

Während die Damen gegen die Schweiz ein nie gefährdetes 3:0 (11:08, 11:03, 11:09) erspielten und dabei sowohl in der Abwehr als auch im Angriff weitere Varianten ausprobierten und Kräfte schonten, war es vor allem Lisa Küblers sehr exzellentes Zuspiel, das die Angreiferinnen Theresa Schröder, Jana Rapp, Melissa Seibert und Kerstin Eggert in sehr gute Angriffspositionen brachte.

Nach einer verhältnismäßig kurzen Erholungspause mussten nach diesem deutschen Sieg die Herren nochmals gegen Brasilien antreten. Nur in der Anfangsphase hatten die deutschen einen Rhythmus, mit dem sie gegen die gewohnt spielvariablen Brasilianer mithalten konnten. Die hohe Eigenfehlerquote in allen Mannschaftsteilen war mit ein Grund für ein glattes 3:0 (09:11, 06:11, 07:11) für Brasilien. Da der erste Satz mit einem umkämpften 9:11 verloren ging, machte sich plötzlich auch das vorangegangene, verlorene Spiel in den Köpfen bemerkbar. Die abgezockten Brasilianer nutzen diese Unsicherheit und Schwächephase und zwangen der deutschen Mannschaft ihr Spiel auf. Die deutsche Mannschaft konnte ihr gewohntes Spiel nicht entwickeln und erfolgreich abschließen.

Wenn sich die Jungs ihrer eigenen Spielstärke wieder bewusst werden, können sie die kommenden schweren Aufgaben sicherlich bewältigen und über den Spaß am Spiel den Erfolg finden.

Vielen Dank an unsere Berichterstatter in Südamerika.




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