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 Offenburg nach der DM

Am vergangenen Wochenende fand die Deutsche Meisterschaft im Feldfaustball statt. Nach einem engen Sieg im Qualifikationspiel und zwei knappen Niederlagen im Halbfinale und im Spiel um die Bronzemedaille belegte die Offenburger FG den vierten Platz. Damit haben sich die Ortenauer die Teilnahme am IFA-Pokal in der nächsten Feldrunde gesichert.

 Im Qualifikationsspiel trafe die Offenburger auf den TV Brettorf, der in der 1. Bundesliga Nord am Ende der regulären Runde den dritten Tabellenrang belegte. Die Südbadener erwischten einen 3:0-Start nach Maß und standen bei 9:5 vor dem Satzgewinn, wobei sich Sven Muckle mit tollen direkten Angabenpunkten auszeichnete. Mit vier Zählern in Folge konterten die Niedersachsen zum 9:9-Ausgleich, doch Offenburg schaffte mit 11:9 die 1:0-Führung. Im zweiten Abschnitt spielten die OFG-ler wie aus einem Guss. Brettorfs Trainer Klaus Tabke reagierte bei 0:4-Rückstand und brachte Tobias Kläner für Jens von Seggern. Doch Offenburgs Angriffsduo Konprecht/Muckle verwertete den sattelfesten Spielaufbau zum deutlichen 11:4. Der dritte Durchgang war geprägt von langen Ballwechseln. In der zweiten Satzhälfte leistete sich Offenburg zahlreiche Eigenfehler und Brettorf um Nationalmannschaftskapitän Christian Kläner gelang der 11:5-Anschluss. Im vierten Satz startete Sven Muckle mit zwei Schlagfehlern und auch in der Defensive wurde der OFG-Angreifer mehrfach passiert. Brettorfs Fans peitschten ihr Team lautstark nach vorne. Eine deutliche 9:5-Führung schmolz zwar – durch einen zwischenzeitlich stark auftrumpfenden Stefan Konprecht - zusammen, doch Thomas Häusler rutschte der Ball zum 9:11-Ausgleich über den Arm. Die OFG erreichte mit mehreren kurz gespielten Bällen eine 4:1-Führung, die zum Seitenwechsel bei 6:3 gehalten werdn konnte. Brettorf fand einfach nicht zu seinem gewohnten Spiel und Offenburg machte mit 11:4 den Einzug ins Halbfinale perfekt.

Im darauffolgenden Halbfinale traf die Offenburger  FG auf den Nordmeister VfK Berlin. Die OFG startete mit einem Angaben-Ass. Die Berliner kamen nicht in Ihren gewohnten Spielfluss und lagen schnell 1:5 hinten. Leichte Fehler auf beiden Seiten brachten keiner Mannschaft Vorteile. Offenburg konnte dadurch die Führung halten und gewann Satz 1 mit 11:6. In Satz 2 ging Berlin erstmals mit 1:0 in Führung und konnte diese in der Folge auf 5:0 ausbauen. Zu harmlos war der Angriff der Offenburger in dieser Phase des 2. Satzes. Durch einige sehenswerte Angriffe kam Offenburg auf 7:4 heran. Berlin antwortete über Weltmeister Lukas Schubert zum 8:5. Aber auch Stefan Konprecht punktete mehrfach. Ein Ass von Lars Kops brachte Berlin den Satzgewinn zum 11:6. Viele längere Ballwechsel prägten die Partie in Satz 3. Bis zum 8:8-Ausgleich zeigte sich das Spiel sehr ausgeglichen und die Angriffsreihen hatten auf dem trockenen Rasen einen schweren Stand zu punkten. Die VfK-ler schafften mit drei Zählern in Folge zum 11:8 die 2:1-Führung. Dramatisch wurde das Spiel in Satz vier. Berlin baute auf seine gewohnt sattelfeste Abwehr, während die Offenburger im klassischen W-System verteidigten. Der Nordmeister punktete immer wieder über Weltmeister Lukas Schubert und führt 10:8, ließ aber mehrere Matchbälle ungenutzt. Angeführt vom herausragenden Thomas Häusler hatten die Schwarzwälder das bessere Ende und erzwangen mit 15:13 den Entscheidungsdurchgang. Hier hatte Offenburg den besseren Start und ging 4:1 in Front. Die Berliner konterten aus einer starken Defensive, lagen beim letzten Seitenwechsel 6:5 in Front und bauten diese zum 8:5 aus. Ein letztes Aufbäumen der Südbadener brachte den Anschluss zum 9:10. Mit einem variantenreichen Angabenpunkt machte Lars Kops den 11:9-Sieg perfekt.

Somit bestritten die Offenburger abschließend das Spiel um die Bronzemedaille und traf dort auf Ligakonkurrent TV Vaihingen/Enz. Die OFG startete stark und profitierte von vielen Angabenpunkten von Sven Muckle. Vaihingen glich durch mehrere kurz gespielte Bälle zum 8:8 aus, worauf die Südbadener mit der Umstellung ins W-System reagierten. Mit 11:9 hatte Offenburg das bessere Ende für sich. Einen völlig anderen Verlauf nahm der zweite Durchgang. Michael Krauss war der überragende Spieler mit fünf Servicewinnern aus sechs Angaben. Über 3:0 und 8:2 glichen die Schwaben mit 11:5 aus. Das baden-württembergische Derby blieb eine interessante Partie mit packenden Ballwechseln. Nach 6:6-Ausgleich bescherten fünf Zähler in Folge der Offenburger FG eine 2:1-Führung. In Satz vier und fünf verlor die OFG-Offensive ihre Effektivität. Vaihingen präsentierte sich kampfstark und drehte die Partie mit 11: 7und 11:5. Am Ende holte sich der Hallenmeister die Bronzemedaille.

„Im Moment ärgern wir uns noch ein wenig über die beiden verlorenen Medaillenchancen. Aber ich denke wir können auf eine tolle Saison zurückblicken und haben unser gestecktes Ziel weit übertroffen. Nächstes Jahr dürfen wir beim IFA-Pokal auf dem internationalen Parkett antreten, worüber wir uns riesig freuen,“ zog Abwehrspieler Matthias Lilienthal das Resümee der abgelaufenen Feldrunde.




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