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 Buenos Dias Argentina

Nick Trinemeier ist am 23.10.1989 in Mannheim geboren und hat im Alter von vier Jahren

beim TV 1880 Käfertal mit dem Faustball begonnen. Seit 2009 spielt er für den hessischen TSV Pfungstadt, mit dem er alle nationalen und internationalen Titel im Faustball gewonnen hat. Im letzten Jahr wurde er mit der deutschen Nationalmannschaft in der Schweiz Europameister. Nick ist seit 2007 im BTB als Auswahltrainer der Badischen Auswahl der männlichen U14 tätig. Die Weltmeisterschaft in Argentinien findet vom 14.-22. November in Cordoba statt.

Herzlichen Glückwunsch zur WM-Teilnahme. Nach langen Jahren hat es wieder ein Spieler aus Baden geschafft. Hast du mit deiner Nominierung gerechnet?

Seit 1999 war kein Badener mehr dabei, wenn ich Ralf Herp glauben darf, der in der Schweiz zum WM-Team gehörte. Mit Ralf war ich vor zwei Wochen beim Jugendeuropapokal in der Schweiz, wo er als Schiedsrichter und ich als Trainer tätig waren. Abends haben wir uns über die WM unterhalten und wir haben uns ausgetauscht. Bis zu dem Zeitpunkt war mir nicht bewusst, dass es den letzten badischen WM-Teilnehmer vor 15 Jahren gab. Bei den Lehrgängen und auch bei dem Turnier in Jona, in dessen Anschluss die Nominierung bekannt gegeben wurde, war ich mit meiner Leistung zufrieden. Ich war optimistisch, dass ich bei der WM dabei sein würde, aber fest damit gerechnet habe ich ehrlich gesagt nicht. Als die zehn Spieler bekannt gegeben wurden, war ich schon sehr nervös.

faustballbilder.de/C. Kadgien

Was steht an in den nächsten Wochen bis zur WM?

Wir waren im September zu einem fünftägigen Trainingslager in der Türkei, wo wir bei besten Rahmenbedingungen trainieren konnten. Ende Oktober kam der WM-Kader nochmal in Pfungstadt zusammen. Zusätzlich dazu trainiere ich täglich auf dem Faustballplatz, Kraftraum oder im Leichtathletikstadion, um meine Form zu halten und topfit nach Argentinien zu reisen. Dadurch, dass es jetzt immer früher dunkel wird und die Temperaturen auch kaum steigen werden, ist es wichtig für uns, das Beste aus der Trainingssituation zu machen.

Wie sind die Ziele des Teams, was rechnest du dir persönlich aus?

Als Ziel hat sich die Mannschaft die Goldmedaille gesetzt. Um diesem Anspruch gerecht zu werden, müssen wir bei der WM unsere beste Leistung abrufen und auf konstant hohem Niveau spielen. Ich glaube, dass wir nicht nur in der Breite sondern auch in der Spitze den besten Kader haben. Gerade deshalb wird es eine große Herausforderung sein, gut mit dem Erwartungsdruck umzugehen. Die Weltspitze ist aber enger zusammengerückt und ich persönlich gebe vier weiteren Nationen realistische Titelchancen. Persönlich hoffe ich darauf, dass ich durch gute Leistungen der Mannschaft helfen kann und dazu beitrage die gesteckten Ziele zu erreichen.

Wie geht es im Verein weiter?

Die Hallensaison beginnt für die Teams, die WM-Spieler stellen, erst im Dezember. Wir werden nach der WM am 28. November in Frankfurt landen und spielen sechs Tage später unser erstes Spiel in Vaihingen. Das wird sicherlich eine krasse Umstellung für uns werden, aber die DM-Qualifikation ist trotzdem unser Ziel.

faustballbilder.de/C. Eschner

Was machen deine Trainerjobs?

Zurzeit kommt das Training der Jugend und der Damen in meinem Heimatverein in Käfertal etwas zu kurz, weil der Fokus im Moment klar auf der WM-Vorbereitung liegt. Hier werde ich aber im Dezember wieder voll einsteigen. Sorgen machen brauche ich mir aber nicht, weil ich bis dahin exzellent vertreten werde. Die Saison mit der badischen Auswahl ist mit dem Jugendeuropapokal Anfang Oktober zu Ende gegangen. Hier war ich sehr zufrieden mit der Leistung der Jungs und mit ein bisschen Glück hätte sogar ein Medaillenrang möglich sein können. Am Ende sprang zwar nur der siebte Platz heraus, aber gerade in der Jugend ist Gewinnen nicht immer alles. Leider habe ich zum ersten Mal seit 2007 den Deutschlandpokal verpasst, weil wir uns zeitgleich mit der Nationalmannschaft in Hagen getroffen haben. Hier bin ich aber im nächsten Jahr wieder dabei.

Wie sieht es bei dir beruflich aus?

Ich studiere derzeit noch in Heidelberg Sport, Englisch, Politik und Wirtschaft auf Gymnasiallehramt und hoffe 2017 mein Staatsexamen zu machen. Wo es dann mit dem Referendariat weitergeht steht noch in den Sternen, aber ich hoffe in Nordbaden bleiben zu können.

Wie bekommst du Sport und Studium unter einen Hut?

Die Universität Heidelberg unterstützt mich insofern, dass ich in diesem Semester länger fehlen darf, als das unter normalen Umständen möglich wäre. Wenn die Uni mir nicht entgegen kommen würde, wäre eine WM-Teilnahme nicht möglich. Natürlich muss man etliche Stunden investieren, um bei einer Weltmeisterschaft dabei zu sein, aber Faustball hat bei mir einen sehr hohen Stellenwert und deshalb funktioniert die Kombination aus Studium und Sport trotzdem.

faustballbilder.de/C. Kadgien




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