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 Oliver Späth-Namibia meets Baden

In Baden wird eigentlich nur über die WM-Teilnahme von Nick Trinemeier gesprochen, dass du auch

in Argentinien bist wird nur am Rande erwähnt. Was führt dich nach Südamerika?

Ich befinde mich mittlerweile seit fünf Tagen mit der namibianischen Nationalmannschaft in Argentinien in Villa General Belgrano, dem Finalort der Weltmeisterschaft. Ich bin zu der Ehre gekommen, die äußerst lustige Truppe aus Namibia bei der WM betreuen zu dürfen. Bisher haben wir hier insgesamt fünf Trainingseinheiten unter meiner Leitung absolviert und werden am Sonntag endlich gegen die Schweiz ins Turnier starten.

Wie kam es zu dieser Konstellation?

Der erste Kontakt nach Namibia ist 2013 entstanden, als ich mit meiner Mannschaft, dem TSV Pfungstadt, zum Weltpokal dort zu Besuch war. In der Woche nach dem Turnier führten wir dort mit den namibianischen Jugendspielern ein paar Trainingseinheiten durch. Damals entstand bereits der Gedanke, dass ich in meinen Semesterferien nochmals für ca. einen Monat in den Süden Afrikas reisen sollte und dort das Training übernehmen sollte. Der Wechsel meines Studiengangs lies das dann allerdings leider nicht mehr zu. Nachdem mein Vorgänger auf dem Trainerposten der Nationalmannschaft Namibias zu Beginn dieses Jahres sein Amt niederlegte, waren die Offiziellen des FAN (Fistball Association of Namibia) auf der Suche nach einem Nachfolger, der das Team bei der Weltmeisterschaft betreuen wird. Glücklicherweise fiel dabei dann die Wahl auf mich.

 

Gab es im Vorfeld schon Kontakt mit der Mannschaft?

Leider war es mir aus finanziellen und zeitlichen Gründen nicht möglich vor der WM nach Namibia zu fliegen. Deshalb waren wir auch die erste Mannschaft, die zur WM nach Argentinien angereist ist, damit ich genügend Zeit habe die Mannschaft kennen zu lernen. In den bisherigen fünf Trainingseinheiten ist es mir schon sehr gut gelungen die vielen Stärken und wenigen Schwächen der einzelnen Spieler zu erkennen.

Was sind die Ziele der namibischen Auswahl?

Das sportliche Ziel besteht darin, den achten Platz von der WM 2011 in Österreich zu verteidigen. Neben diesem Ziel steht allerdings auch der Spaß am Faustball im Vordergrund.

Gibt es noch ein Programm nach der Meisterschaft?

Die Mannschaft wird noch vier Tage nach dem WM-Finale hier in Argentinien verweilen und Land und Leute genießen bevor sie die Heimreise antreten. Ich werde allerdings leider direkt am Tag nach dem Finale nach Deutschland zurück reisen, da ich mir nicht mehr als zwei Wochen Fehlzeiten in der Uni leisten kann.

Was machst du beruflich?

Ich studiere derzeit Sport, Geographie und Physik auf Gymnasiallehramt an der Universität Heidelberg. Voraussichtlich werde ich dort 2017 mein Staatsexamen ablegen und dann 2018 an einer Schule in Baden-Württemberg mein Referendariat antreten.

Wie bringst du Sport und Studium zeitlich in die Reihe?

Da man sich im Lehramtsstudiengang an der Universität Heidelberg seinen Stundenplan selbst zusammenstellen kann, kann man sich seine Kurse so wählen, dass genügend freie Zeiten zum Trainieren bleiben. Trotzdem ist es natürlich nicht einfach Sport, Studium, Freunde, Freundin und Familie unter einen Hut zu bekommen.




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